Alpentour 2005

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Wir waren (wir, das sind Sascha und Ich) insgesamt 4 Tage unterwegs, in denen wir durch Deutschland und Österreich fuhren und ca. 1700 km .

1. Tag
Ausgangspunkt der Reise war, wie bei jeder anderen Tour auch, die BUNDESLIGASTADT Mainz. Von dort aus fuhren wir recht unspektakulär die A60, anschließend die A3 Richtung Würzburg.
Der erste Rastplatz den wir ansteuerten, wird uns wahrschenlich ewig in Erinnerung bleiben.
Ein Rastplatz kurz vor Aschaffenburg-Ost.
Direkt nach dem Abstellen der Motorräder, stieg uns der Geruch von menschlichen und auch tierischen Exkrementen in die Nase...
*widerlich* Der komplette Rastplatz wird als Toilette genutzt, da selbige nicht vorhanden ist. Wer also nicht unbedingt muss, sollte doch einen Bogen um diesen Ratsplatz machen.
Nun aber zum eigentlichen Desaster. Während wir also auf dem Platz stehen, werde ich aufmerksam auf Metallsplitter, die sich auf meiner Hinterradfelge befinden. Nach genauerer Inspektion, finden wir heraus, dass das Rad beim Reifenneuaufziehen schief eingebaut wurde und sich jetzt bei rasanter Autobahnfahrt das hintere Kettenblatt rund geschliffen hat. Herzlichen Dank an dieser Stelle an den Reifenhändler der die Montage durchführte.
Nach einigen Telefonaten und einer gescheiterten Händleraufsuche in Hanau (hatten den Kettensatz nicht vorrätig) fuhren wir zurück nach Bad Kreuznach (Ortskundige werden jetzt wohl schmunzeln müssen) zu meinem Haus- und Hof Ducati Händler, der mir in kürzester Zeit einen Kettensatz einbaute, sodass wir "schon" um 15:00 Uhr Richtung Süden aufbrechen konnten, einen Tank auch schon verfahren hatten und wir unser für diesen Tag geplantes Ziel (Achensee) wohl nicht mehr erreichen konnten.
Station machten wir dann in Weilheim unweit des Starnberger Sees Im Allgäuer Hof. Eine sehr motorradfreundliche Möglichkeit zu Übernachten incl. Garage und Frühstück.

Tagesetappe: 750 km

2. Tag

Am zweiten Tag ging es weiter Richtung Achenpass auf die dortige B181 Richtung Zell a. Ziller. In höhe von Ried verließen wir die B181 um die Zillertaler Höhenstraße zu erklimmen.
Wow, das muss man gesehen haben. Es ist keine Strecke um die Fußrasten abzuwetzen (dieser Anstieg von Ried aus), aber fahrerisch trotzdem Anspruchsvoll. Stellenweise ist die Straße so schmal, das ein Auto und ein Motorrad nicht aneinader vorbeikommen ohne dass einer in den Graben fährt und an manchen Stellen sehr gut ausgebaut mit schönen Serpentinen.
Aber das faszinierenste an dieser Straße ist der fantastische Blick runter aufs Zillertal.
Die Maut von 4 € lässt sich im Anblick dessen was noch auf uns zukommen sollte an Maut doch bestens verkraften.
Bei Zell a. Ziller verließen wir die Zillertaler Höhenstraße um weiter auf der B165 zu fahren mit dem Ziel Krimml mit seinen Wasserfällen. Also rauf auf den Gerlospass, Maut von ebenfalls 4 € bezahlen und weiter gehts.
Bei Krimml haben wir dann Rast gemacht und uns die Wasserfälle angeschaut.
Die B165 weiter nach Mittersill, dann auf die B108 runter nach Lienz durch den Felbertauerntunnel um dann ncoh mal 8 € Maut zu zahlen.
Vorbei an Matrei wechselten wir dann in Lienz auf die B100 Richtung Großglockner Hochalpenstraße. Rast machten wir an diesem Tag im Gasthaus Marx in tralalala kurz vor Heiligenblut.

Tagesetappe:

3. Tag

Dritter und letzter Tag in den Alpen. Also gönnten wir uns die Großglockner Hochalpenstraße. Einerseits empfehlenswert andererseits wieder nicht. Die Strecke an sich ist natürlich klasse und somit auch empfehlenswert, die Maut von 17 € scheint mir doch verdammt Hoch und außerdem ist die Straße völligst überlaufen.
Reisebusse, Autos, LKWs, Motorräder und das allerschlimmste: Fahrradfahrer, die dann wild pendelnderweise sich die Berge hochquälten und dabei für die ein oder andere Überraschung sorgten wenn sie doch, zugegebenermaßen, recht mutig nach einer Kehre/Kurve mittig auf der Fahrbahn unterwegs waren.
Auch ein tolles Erlebnis ist es wenn man endlich mal freie Fahrt hat, nachdem man eine Vielzahl von blechernen Schnecken überholt hat und einem dann Autos in 3er Reihen entgegen kommen wo die Straße doch nur 2 1/2 Spurig ist. Sorgte in meinem Fall für große Augen im Helm und heißen Bremsen am Mopped.
Auch an dieser Stelle meinen Herzlichsten Dank an die anderen Verkehrsteilnehmer die so tolle Manöver drauf haben.
Aber weiter mit der Tour. Nach dem GG gins es durch Zell am See bei Saalfelden über den Grießenpass B164 (auch sehr schöne Landschaft und die Strecke ist auch nicht schlecht) bei Hochfilzen nach Lofer über den Steinpass Richtung Bad Reichenhall.
In höhe von Schneizlreuth ging es dann über die B306 durch Traunstein (Achtung viele Hübsche Mädels unterwegs in der Stadt, immer auf die Straßen achten :-) ) am Chiemsee vorbei Richtung Erding um dort auf die Autobahn zu fahren.
Bei Ingolstadt verließen wir die Autobahn wieder um, auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit, in Eichstätt fündig zu werden. Im dortigen Ratskeller übernachteten wir. Die Motorräder fanden Platz im nachts verschlossenem Hof.

Tagesetappe: 450 km

4. Tag

Letzter Tag der Tour der ebenfalls wie der erste Tag nur der An/abreise diente und somit kaum erwähnenswert ist.
Auch verlief er defektfrei!
Wir fuhren durchs Altmühltal dann auf der B13 bis Würzburg um dann auf die Autobahn zu fahren.

Tagesetappe: 300 km