Wir waren (wir, das sind Sascha und Ich)
insgesamt 4 Tage unterwegs, in denen wir durch Deutschland
und Österreich fuhren und ca. 1700 km .
1.
Tag
Ausgangspunkt der Reise war, wie bei jeder anderen Tour auch, die BUNDESLIGASTADT
Mainz.
Von dort aus fuhren wir recht unspektakulär die A60,
anschließend die A3 Richtung Würzburg.
Der erste Rastplatz den wir ansteuerten, wird uns wahrschenlich ewig in
Erinnerung bleiben.
Ein Rastplatz kurz vor Aschaffenburg-Ost.
Direkt nach dem Abstellen der Motorräder, stieg uns der Geruch
von menschlichen und auch tierischen Exkrementen in die Nase...
*widerlich* Der komplette Rastplatz wird als Toilette genutzt, da selbige nicht vorhanden ist. Wer also
nicht unbedingt muss, sollte doch einen Bogen um diesen Ratsplatz
machen.
Nun aber zum eigentlichen Desaster. Während wir also auf dem Platz
stehen, werde ich aufmerksam auf Metallsplitter, die sich auf meiner
Hinterradfelge befinden. Nach genauerer Inspektion, finden wir heraus,
dass das Rad beim Reifenneuaufziehen schief eingebaut wurde und sich
jetzt bei rasanter Autobahnfahrt das hintere Kettenblatt rund
geschliffen hat. Herzlichen Dank an dieser Stelle an den
Reifenhändler der die Montage durchführte.
Nach einigen Telefonaten und einer gescheiterten Händleraufsuche
in Hanau (hatten den Kettensatz nicht vorrätig) fuhren wir
zurück nach Bad Kreuznach (Ortskundige werden jetzt wohl
schmunzeln müssen) zu meinem Haus- und Hof Ducati Händler,
der mir in kürzester Zeit einen Kettensatz einbaute, sodass wir
"schon" um 15:00 Uhr Richtung Süden aufbrechen konnten, einen Tank
auch schon verfahren hatten und wir unser für diesen Tag geplantes
Ziel (Achensee) wohl nicht mehr erreichen konnten.
Station machten wir dann in Weilheim unweit des Starnberger Sees Im
Allgäuer Hof. Eine sehr motorradfreundliche Möglichkeit zu
Übernachten incl. Garage und Frühstück.
Tagesetappe: 750 km
2.
Tag
Am zweiten Tag ging es weiter Richtung Achenpass auf die dortige B181
Richtung Zell a. Ziller. In höhe von Ried verließen wir die
B181 um die Zillertaler Höhenstraße zu erklimmen.
Wow, das muss man gesehen haben. Es ist keine Strecke um die
Fußrasten abzuwetzen (dieser Anstieg von Ried aus), aber
fahrerisch trotzdem Anspruchsvoll. Stellenweise ist die Straße so
schmal, das ein Auto und ein Motorrad nicht aneinader vorbeikommen ohne
dass einer in den Graben fährt und an manchen Stellen sehr gut
ausgebaut mit schönen Serpentinen.
Aber das faszinierenste an dieser Straße ist der fantastische Blick runter aufs Zillertal.
Die Maut von 4 € lässt sich im Anblick dessen was noch auf uns zukommen sollte an Maut doch bestens verkraften.
Bei Zell a. Ziller verließen wir die Zillertaler
Höhenstraße um weiter auf der B165 zu fahren mit dem Ziel
Krimml mit seinen Wasserfällen. Also rauf auf den Gerlospass, Maut
von ebenfalls 4 € bezahlen und weiter gehts.
Bei Krimml haben wir dann Rast gemacht und uns die Wasserfälle angeschaut.
Die B165 weiter nach Mittersill, dann auf die B108 runter nach Lienz
durch den Felbertauerntunnel um dann ncoh mal 8 € Maut zu zahlen.
Vorbei an Matrei wechselten wir dann in Lienz auf die B100 Richtung
Großglockner Hochalpenstraße. Rast machten wir an diesem
Tag im Gasthaus Marx in tralalala kurz vor Heiligenblut.
Tagesetappe:
3.
Tag
Dritter und letzter Tag in den Alpen. Also gönnten wir uns die
Großglockner Hochalpenstraße. Einerseits empfehlenswert
andererseits wieder nicht. Die Strecke an sich ist natürlich
klasse und somit auch empfehlenswert, die Maut von 17 € scheint
mir doch verdammt Hoch und außerdem ist die Straße
völligst überlaufen.
Reisebusse, Autos, LKWs, Motorräder und das allerschlimmste:
Fahrradfahrer, die dann wild pendelnderweise sich die Berge
hochquälten und dabei für die ein oder andere
Überraschung sorgten wenn sie doch, zugegebenermaßen, recht
mutig nach einer Kehre/Kurve mittig auf der Fahrbahn unterwegs waren.
Auch ein tolles Erlebnis ist es wenn man endlich mal freie Fahrt hat,
nachdem man eine Vielzahl von blechernen Schnecken überholt hat
und einem dann Autos in 3er Reihen entgegen kommen wo die Straße
doch nur 2 1/2 Spurig ist. Sorgte in meinem Fall für große
Augen im Helm und heißen Bremsen am Mopped.
Auch an dieser Stelle meinen Herzlichsten Dank an die anderen Verkehrsteilnehmer die so tolle Manöver drauf haben.
Aber weiter mit der Tour. Nach dem GG gins es durch Zell am See bei
Saalfelden über den Grießenpass B164 (auch sehr schöne
Landschaft und die Strecke ist auch nicht schlecht) bei Hochfilzen nach
Lofer über den Steinpass Richtung Bad Reichenhall.
In höhe von Schneizlreuth ging es dann über die B306 durch
Traunstein (Achtung viele Hübsche Mädels unterwegs in der
Stadt, immer auf die Straßen achten :-) ) am Chiemsee vorbei
Richtung Erding um dort auf die Autobahn zu fahren.
Bei Ingolstadt verließen wir die Autobahn wieder um, auf der
Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit, in Eichstätt
fündig zu werden. Im dortigen Ratskeller übernachteten wir. Die Motorräder fanden Platz im nachts verschlossenem Hof.
Tagesetappe: 450 km
4.
Tag
Letzter Tag der Tour der ebenfalls wie der erste Tag nur der An/abreise diente und somit kaum erwähnenswert ist.
Auch verlief er defektfrei!
Wir fuhren durchs Altmühltal dann auf der B13 bis Würzburg um dann auf die Autobahn zu fahren.
Tagesetappe: 300 km